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biermann@biermann-rees.eu

Es war einmal ein junger Wandergesell mit dem Namen Bernard Brandt. Der stammte aus Coesfeld und fasste eines Tages den Entschluss, in die weite Welt zu wandern. Dort wollte er mehr Berufs- und Lebenserfahrung sammeln und neue Städte, Handwerksbetriebe und Menschen kennen lernen. Um dieses Vorhaben umzusetzen, schmiedete er den folgenden Plan: Zunächst sollte ihn sein Weg bis an den Rhein führen. Von dort wollte er dem Flusslauf Richtung Süden folgen.


Das Bild zeigt eine Aufnahme der Firma Brandt am Kirchplatz 16 (vor 1961)Doch wie das Leben - nicht nur in Märchen - so spielt: Er kam nur bis Rees und blieb dort zeit seines Lebens. In der Rheinstadt arbeitete der Wandergesell Bernard bei der Firma Jansen als Klempner. Dort fanden sich zwei Töchter in der Familie. Gerne hätte der Meister eine von ihnen mit dem Gesellen verkuppelt. Doch der „verguckte“ sich in eine andere, nämlich Ottilie Pastoors, und heiratete sie. Sie hatte gerade zwei nebeneinander liegende Häuser in der Wasserstraße geerbt, und in einem davon gründete das junge Paar im Jahr 1928 den eigenen Betrieb. Der lag neben dem Geschäft des damaligen Uhrmachermeisters Heinrich Kux. Der musste aber eines Tages „mit sanfter Gewalt“ in das obere Stockwerk ziehen, als die unteren Räume des zweiten Hauses für die Werkstatt benötigt wurden.

 

Blick auf das frühere Reeser Rathaus aus der WasserstraßeAus dieser Zeit zeigt nur noch ein Bild des Malers Willi Angenendt (1910 – 1982) mit dem Titel „Blick auf das frühere Reeser Rathaus aus der Wasserstraße“ die Brandtschen Häuser. Auf der linken Seite, die dem Rhein zugewandt ist, prangen noch die beiden letzten Buchstaben „ … DT“ der Werbeinschrift.

 

In den dreißiger Jahren standen vor allem die klassischen Klempnerarbeiten auf dem Terminkalender der Firma: sanitäre Installationen, Dachrinneninstallationen, sowie die Versorgung der Häuser und der Feuerwehr mit Wasser durch den Brunnenbau. Das Ehepaar Brandt hatte sechs Kinder, die schon früh erlebten, wie das Wohnen und Arbeiten unter einem Dach ablief. Vor allem an Mutter Ottilie können sich Bernard (genannt Benno) und Ferdinande heute noch gut erinnern, denn die führte ein strenges Regiment. Benno arbeitete 17 Jahre im elterlichen Betrieb, ehe er eine Arbeit als Bauleiter in Wesel aufnahm.

 

Im Februar 1945, als ganz Rees in Schutt und Asche lag, brannten auch die Brandtschen Häuser ab. Der gesamte Schutt wurde bei den Aufräumarbeiten einfach in den Rhein gekippt, erzählt Benno Brandt. Da der Wiederaufbau an gleicher Stelle vom damaligen Bauamtsleiter Ueffing untersagt war, kauften die Brandts eine Hausruine am Kirchplatz 16. Dahinter befand sich eine Werkstatt der Pfeifenfabrik Oldenkott, deren Maschinen mitbenutzt werden konnten. Denn es gab beim Wiederaufbau viel zu tun. Aufträge von der Stadt wie auch von Privatleuten waren auszuführen, so dass bis zu 15 Menschen beschäftigt werden konnten. Aus dieser Zeit existiert noch ein Foto des schnell wieder aufgebauten und relativ schmucklosen Gebäudes.

 

1961 kam dann der frisch gebackene Gas- und Wasserinstallationsmeister Gerhard Biermann aus dem ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück an den Rhein. Ihn hatte eine Anzeige nach Rees gelockt, denn Bernard Brandt ging 1962 in den Ruhestand. Gerhard heiratete dann die Tochter Ferdinande, die insgesamt 55 Jahre im elterlichen und dann im eigenen Betrieb arbeitete. In den 60er und 70er Jahren ging es vor allem darum, Badezimmer zu modernisieren sowie Gas-Einzelöfen und Außenwandöfen zu installieren. Gerhard Biermann erwähnt, dass seine Firma die Kupferarbeiten an dem Neubau der Kirche St. Mariä Himmelfahrt durchführte. Ebenso stellte er die Urne her, die im April 1965 zur Grundsteinlegung der Reeser Rheinbrücke benötigt wurde. Zwei herausragende Ereignisse, die die Unternehmensgeschichte eng mit der Stadtgeschichte verbinden.

 

Inzwischen verfügte das Unternehmen über einige größere Spezialbohrgeräte, die in den engen Straßen des historischen Stadtzentrums nur wenig Platz fanden. Als dann 1978 das Gelände und die Gebäude eines Baugeschäftes am Grüttweg 49 zum Verkauf standen, zog die Firma Biermann in ihr heutiges Domizil. 1980 legte Gerhard Biermann seine Meisterprüfung als Heizungsbauer ab.

 

In der Zwischenzeit bereitete sich mit Sohn Ulrich, Jahrgang 1966, die dritte Generation auf die Fortführung des Familienunternehmens vor. Bis 1995 dauerte seine Ausbildung zum Diplomingenieur (FH) und als Heizungs- und Brunnenbaumeister. Nachdem er einige Jahre in anderen Unternehmen, im Ausland und in Ingenieurbüros Erfahrungen gesammelt hatte, trat er 1996 in die elterliche Firma ein.

 

Familienunternehmen BiermannSeitdem blieb das Unternehmen den Segmenten Brunnenbau, Sanitär und Heizung treu, setzte aber schon damals einen Schwerpunkt auf die umweltfreundliche Versorgung seiner Kunden mit der Erdwärme. Schon über 300 Wärmepumpen hat die Firma seitdem installiert, wobei die geothermischen Bedingungen des Niederrheins sowie die
Brunnenbohrerfahrungen des Unternehmens diesem Standbein einen besonderen Impuls verleihen und heute angesichts steigender Energiepreise im Trend liegen.

 

Das Familienunternehmen, das seit 2004 von Ulrich Biermann geleitet wird, hat sich immer dem Nachwuchs verpflichtet gefühlt und seit der Gründung sicher über 80 Lehrlinge ausgebildet. Ob die vierte Generation, Ulrich hat mit seiner Frau Dagmar drei Kinder, den Betrieb übernehmen wird, ist noch nicht abzusehen. Diese Wahl möchten die Eltern den Kindern selbst überlassen.

 

Wussten Sie schon,

... dass schon Bernard Brandt Brunnen gebohrt und Heizungen
... gebaut hat?

... dass Gerhard Biermann in seiner Lehre in Ostwestfalen Brunnen
... gebohrt und Heizungen gebaut hat?

... dass Ulrich Biermann Heizungs- und Brunnenbauermeister ist?

... dass die Firma Brandt / Biermann schon über 80 Lehrlinge
... ausgebildet hat?

... dass z.Zt. 4 Auszubildende im Handwerk und im Büro ausgebildet
... werden?

... dass der Beruf des Anlagenmechaniker SHK aus zwei Berufen
... hervorgegangen ist?